Auf Roadshow in New York

Finanzminister Löger wirbt in New York für den Finanzplatz Österreich. Im Schlepptau hat er zwei Dutzend heimische Topmanager.

Finanzminister Hartwig Löger.
Finanzminister Hartwig Löger.
Finanzminister Hartwig Löger. – (c) APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU (DANIEL MIHAILESCU)

New York. Seit Donnerstag ist Finanzminister Hartwig Löger beim traditionellen Frühjahrstreffen von Weltbank und Währungsfonds in Washington. Danach geht es aber nicht zurück nach Österreich, sondern nach New York. Dort wirbt er unter dem Motto „Thinking AUT loud“ für Investitionen in Österreich. Finanziert wird diese Roadshow, die den Minister neben New York im Herbst auch nach London und Asien führen wird, vom Finanzministerium, von der Wiener Börse, Wirtschaftskammer und Erste Group. Im Schlepptau hat Löger eine geballte Finanz- und Wirtschaftskompetenz.

So werden auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny und Wiener-Börse-Chef Christoph Boschan an der Veranstaltung in New York teilnehmen. Für die Wiener Börse sind US-Investoren enorm wichtig. Sie sind die Nummer eins bei den institutionellen Anlegern im ATX Prime. US-Investoren liegen mit einem Anteil von 24,5 Prozent noch vor österreichischen (23,5 Prozent) und britischen Anlegern (16,7 Prozent). Zudem sind die USA nach Deutschland der größte Handelspartner Österreichs. Österreich exportierte im vergangenen Jahr Güter im Wert von 10,6 Mrd. Euro in die USA.

Im Rahmen der Konferenz „The Sound of Finance“ werden unter anderem Palfinger-Vorstandschef Andreas Klauser, der designierte Erste-Group-Chef, Bernhard Spalt, und Wienerberger-CEO Heimo Scheuch an verschiedenen Panels zum Thema „Digitalisierung und US-Investments“ in Österreich teilnehmen.

Insgesamt werden drei Viertel der heimischen Marktkapitalisierung vertreten sein, darunter die OMV, die Raiffeisen Bank International, Verbund oder die Telekom Austria. Im Rahmen der Konferenz werden die österreichischen Unternehmensvertreter auf potenzielle Investoren treffen, mit dem Ziel, möglichst viele Deals abzuschließen, heißt es im Finanzministerium. (gh)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.04.2019)

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