TUI sagt alle Reisen nach Sri Lanka ab

Der größte österreichische Reiseveranstalter und die Verkehrsbüro Group bieten bis 31. Mai Gratisstorno beziehungsweise -umbuchung an.

SRI LANKA-ATTACKS
SRI LANKA-ATTACKS
APA/AFP/JEWEL SAMAD

Österreichs größter Reiseveranstalter TUI sagt alle Reisen nach Sri Lanka bis einschließlich 31. Mai ab. Für Urlauber vor Ort werde die vorzeitige Rückreise organisiert, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Freitag gegenüber der APA. Deren Anzahl sei jedoch überschaubar. Zuvor hatte TUI Deutschland die Maßnahmen bekanntgegeben.

Der heimische Tourismuskonzern Verkehrsbüro Group, zu dem unter anderm die Ruefa-Reisebüros gehören, gehe mit TUI mit, hieß es auf Anfrage. Bereits gebuchte Reisen seien kostenlos stornierbar oder umbuchbar, sagte eine Unternehmenssprecherin. Urlauber habe das Verkehrsbüro derzeit keine in Sri Lanka.

Die nächste Anreise sei für die zweite Mai-Woche geplant, hieß es. Manche Urlauber hätten sich bereits entschieden, umzubuchen, andere würden noch zuwarten, so die Sprecherin. Der Empfehlung des Außenministeriums, nicht notwendige Reisen dorthin zu unterlassen, schließe man sich weiterhin an.

Auch die USA, Großbritannien, Israel und die Niederlande haben vor Reisen in das Land gewarnt. Die niederländische Stiftung Calamiteitenfonds Reizen, die in Katastrophenfällen als Versicherer und Koordinator tätig ist, kündigte für die kommenden Tage die Rückführung von bis zu 500 Holländern an. TUI Deutschland holt 150 Urlauber aus Sri Lanka zurück.

Untergeordnete Rolle für Österreich

Für Österreich spielt die Destination generell eine untergeordnete Rolle. Derzeit ist laut Auskunft des Verkehrsbüros gerade Regenzeit, die Hauptreisesaison geht von November bis April.

Nach den Anschlägen am Ostersonntag mit nach jetzigem Stand 253 Toten gibt es in dem asiatischen Land neue Warnungen vor möglichen Angriffen auf Gotteshäuser. Sri-lankische Selbstmordattentäter hatten sich vergangenen Sonntag nahezu zeitgleich in drei Kirchen in mehreren Städten sowie in drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt. Einige Stunden später gab es zwei weitere Explosionen in einem kleinen Hotel und einer Wohngegend in Vororten Colombos.

(APA/dpa)

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