Arbeitslose Chefs – wenn Manager den Job verlieren

Es trifft auch sie, und wenn, dann besonders hart: Führungskräfte fallen tief, wenn sie abgebaut werden. Auf den Schock folgt oft die Ernüchterung. Viele schaffen es nicht wieder ins Management und satteln komplett um. Eine Reportage.

Brigitta Schwarzer verzichtete für die Firma sogar auf die Karenz. Heute ist sie selbstständig.
Brigitta Schwarzer verzichtete für die Firma sogar auf die Karenz. Heute ist sie selbstständig.
Brigitta Schwarzer verzichtete für die Firma sogar auf die Karenz. Heute ist sie selbstständig. – (c) Clemens Fabry

Die Firma war Brigitta Schwarzer immer wichtig. Sie reiste viel, war verfügbar. Als ihr erster Sohn geboren wurde, ging sie nicht in Karenz. Sie engagierte ein Kindermädchen und eine Haushälterin und machte weiter. Aber dann, im Jahr 2002, Schwarzer war 44 Jahre alt, wurde aus der Firma eine Holding. Und ihr Bereich wurde eine Tochtergesellschaft. Schwarzer wollte Vorständin werden. „Ich habe mich damals in eine blöde Situation manövriert“, sagt sie heute. Sie stellte ihrem Vorgesetzten ein Ultimatum: „Ich sagte, entweder ich bekomme den Job oder ich gehe.“ Sie bekam ihn nicht. Und ihren alten Job war sie los.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2019)

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