Wien Holding: 4700 neue Wohnungen

Der stadteigene Konzern macht mehr Umsatz und Gewinn – zum Großteil mit Immobilien.

Wien. Peter Hanke saß bei der Präsentation der Wien-Holding-Zahlen auf der anderen Seite: Vor ziemlich genau einem Jahr hatte er SPÖ-Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner beerbt, am Donnerstag lobte der langjährige Herr über die rote Stadtkasse die „beste Bilanz“ ebendieser. Konkret hatten die 75 Firmen(-anteile), die der Stadt über die Holding gehören, 2018 37,3 Mio. Euro Gewinn gemacht, der Umsatz stieg auf 552 Mio. Euro.

Die Holding habe, so Hanke, „in den letzten 15 Jahren den richtigen Mix gefunden zwischen gemeinwirtschaftlichen Unternehmen und Unternehmen, die Gewinn bringen“. Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) fallen in die erste Kategorie: Der Musical- und Opernbetrieb habe das Jahr operativ mit 4,4 Mio. Euro im Plus abgeschlossen. Er wurde aber mit 40 Mio. Euro subventioniert. Abgesehen von den vier Museen (rund fünf Mio. Euro Subvention) werde sonst kein Bereich bezuschusst, heißt es zur „Presse“. Zum Konzern gehören so unterschiedliche Firmen wie die Messe Wien, der Twin City Liner, die Stadthalle, die Therme Wien oder der Stadt-Sender W24. Für heuer sind Investitionen von 222 Mio. Euro geplant. Hanke ortet die großen Themen im neuen Fernbusterminal, das in der Leopoldstadt gebaut wird und für das bald ein Buspartner gefunden werden soll, in der Planung der Eventhalle Neu Marx samt Nachnutzungsideen für die alte Stadthalle und im Wohnbau.

In den Immobilienbereich flossen 2018 84 Prozent der Investitionen. Er trägt mit Gesellschaften wie der Gesiba die Hälfte der Umsätze der Wien Holding. Hier will die Stadt weiter zulegen: Bis 2021 sollen 4700 neue Wohnungen vor Baubeginn oder in Planung stehen. (loan)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2019)

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