Big Mac statt Käsekrainer: Immer weniger Würstelstände in Österreich

Der Fast-Food-Markt wächst: Während große Ketten gewinnen, erleben traditionelle Imbissstände einen Einbruch.

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Heiß und fettig, so mögen es die Österreicher. Der heimische Fast-Food-Markt ist im Vorjahr wieder gewachsen, ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr davor. 1,25 Milliarden Euro wurden umgesetzt. Dabei profitiert vor allem die internationale Systemgastronomie: Ketten wie McDonald's und Burger King konnte die Umsätze in Summe um neun Prozent auf 979 Millionen Euro stiegen.

Seit 2012 ist die Zahl der traditionellen Würstelbuden von 902 auf 712 im Vorjahr zurückgegangen. Doch auch Imbisse, die Kebab, Pizza oder asiatische Speisen verkaufen, werden weniger. Innerhalb von sechs Jahren ist die Zahl der Standorte von 800 auf 764 zurückgegangen. Eine umgekehrte Entwicklung gibt es bei der Systemgastronomie: Die Zahl der Standorte erhöhte sich 2018 um zehn auf 436.

Imbisse stehen nicht nur im Wettbewerb mit den großen Fast-Food-Ketten, sondern auch mit dem Angebot des Lebensmittelhandels und Bäckereien. Insbesondere jüngere Konsumenten würden "eindeutig" das Angebot der Systemgastronomie bevorzugen, heißt es laut Branchenradar. Große Ketten hätten zudem den Vorteil, mit Aktionen und wechselnder Speisekarte zu locken.

(APA/Red.)

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