Slowenien lässt Bosnier nach Österreich

Gewerkschafter Muchitsch: Entsendebonus EU-widrig.

Muchitsch reiste nach Bosnien und Slowenien, um Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen.
Muchitsch reiste nach Bosnien und Slowenien, um Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen.
Muchitsch reiste nach Bosnien und Slowenien, um Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen. – APA/GEORG HOCHMUTH

Wien/Sarajewo. Die Gewerkschaft Bau-Holz kritisiert erneut den slowenischen Entsendebonus. Die meisten aus Slowenien nach Österreich entsandten Arbeitskräfte kämen aus Bosnien und Herzegowina und würden über den „EU-widrigen slowenischen Sozialversicherungsbonus“ von Slowenien aus nach Österreich geschickt, so GBH-Vorsitzender Josef Muchitsch am Freitag in einer Aussendung.

Muchitsch reiste nach Bosnien und Slowenien, um Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen. Die Betroffenheit in Bosnien sei sehr groß. Bosnien sei durch die Abwanderung von Fachkräften nach Slowenien massiv betroffen. Im Vorjahr waren es 60.000 und im ersten Halbjahr 2019 bereits 30.000 junge Menschen, die ihre bosnische Heimat aufgrund wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit verlassen haben.

Die slowenische Baugewerkschaft mit ihrem Vorsitzenden, Oskar Komac, unterstütze die Beschwerde der GBH in Richtung Brüssel.

Während sich auch die slowenische Bauwirtschaftskammer bereits zu Wort gemeldet habe, wirft Muchitsch der österreichischen Wirtschaftskammer Untätigkeit vor: Die WKÖ versäume es leider noch immer, sich für ihre österreichischen Unternehmen einzusetzen, sagte er. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.07.2019)

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