Die versteckte Personallücke im Tourismus

Osteuropas Kellner lösten die ostdeutschen ab – nun bleiben auch die aus. Das IHS hat berechnet, was das bedeutet. Und wieso der Personalmangel größer wird als gedacht.

Ob beim Heurigen oder im Skihotel – die Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird schwieriger.
Ob beim Heurigen oder im Skihotel – die Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird schwieriger.
Ob beim Heurigen oder im Skihotel – die Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird schwieriger. – (c) Getty Images (Siegfried Layda)

Wien. Jeder in der ostdeutschen Tourismusbranche hat sie, die Freunde, die nach Jahren in westösterreichischen Hotels und Skihütten zurückgekommen sind. Auch Guido Zöllick, der Chef des deutschen Hotelverbands Dehoga. Er leitet selbst ein Hotel an der Ostsee nahe Rostock – dort, am Meer, gab es immer genug Arbeit, aber anderswo in den neuen Bundesländern seien erst in den vergangenen Jahren Hotels entstanden. Viele mit Spa-Angebot, das auch außerhalb der Hauptsaison genützt wird. Die gute Nachricht sei: Der Tourismus in seinem Land wachse konstant, und das nicht mehr nur in Bayern und am Meer. Die schlechte: Der demografische Wandel schlage im Osten voll zu, die seit gut zehn Jahren stark rückläufigen Schulabgänger- und Lehrlingszahlen zeigten sich jetzt auf dem Arbeitsmarkt. Die Prognose von Dehoga: Kommt kein starker Konjunktureinbruch, wird sich der Mitarbeitermangel weiter zuspitzen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2019)

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