Nach 33 Jahren: Letztes Kohlefeuer im Kraftwerk Dürnrohr

Bei Volllast hat das niederösterreichische Kraftwerk Strom für etwa 1,7 Mio. Haushalte produziert. Dürnrohr soll auch ohne Kohle ein "zentraler Energieknoten" bleiben.

Der niederösterreichische Energieversorger EVN beendet im Kraftwerk Dürnrohr in der Gemeinde Zwentendorf nach knapp 33 Jahren die Stromerzeugung mit Kohle.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Der Schritt war Ende Mai angekündigt und nicht nur vom Land selbst ausdrücklich begrüßt worden. Dürnrohr soll als wichtiger innovativer Energiestandort weiter entwickelt werden, wurde am Freitag anlässlich des letzten Kohlefeuers betont.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Das Kraftwerk nahe der Donau ist laut einer EVN-Aussendung seit 1986 "ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs". Zu Spitzenzeiten sei Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert gewesen. Bei Volllast habe Dürnrohr Strom für etwa 1,7 Mio. Haushalte produziert.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung sei ein Beitrag zum Klimaschutz in Österreich, bringe aber gleichzeitig große Herausforderungen für die heimische Versorgungssicherheit, sagte EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz. Nun müssten andere Kraftwerke in Niederösterreich einspringen.

 

APA/HERBERT PFARRHOFER

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei "ein richtiger und wichtiger Schritt", erinnerte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) daran, dass die "Stromerzeugung durch Kohle die CO2-schädlichste Erzeugungsform ist".

APA/HERBERT PFARRHOFER

Dürnrohr soll auch ohne Kohle ein "zentraler Energieknoten" bleiben. Die EVN nützt der Aussendung zufolge 500.000 Tonnen Haus-und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll werde Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden vom Standort aus mit Energie versorgt.

APA/HERBERT PFARRHOFER

Künftig soll in Dürnrohr zudem der niederösterreichische Klärschlamm zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden, so die EVN. Zusätzlich werde die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage vorbereitet. Bei diesen Projekten könnten Mitarbeiter am Standort neue berufliche Herausforderungen finden. Die EVN hat angekündigt, "in nächster Zeit" mehr als 20 Mio. Euro in Dürnrohr investieren zu wollen.

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Der niederösterreichische Energieversorger EVN beendet im Kraftwerk Dürnrohr in der Gemeinde Zwentendorf nach knapp 33 Jahren die Stromerzeugung mit Kohle.

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Der Schritt war Ende Mai angekündigt und nicht nur vom Land selbst ausdrücklich begrüßt worden. Dürnrohr soll als wichtiger innovativer Energiestandort weiter entwickelt werden, wurde am Freitag anlässlich des letzten Kohlefeuers betont.

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Das Kraftwerk nahe der Donau ist laut einer EVN-Aussendung seit 1986 "ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs". Zu Spitzenzeiten sei Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert gewesen. Bei Volllast habe Dürnrohr Strom für etwa 1,7 Mio. Haushalte produziert.

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Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung sei ein Beitrag zum Klimaschutz in Österreich, bringe aber gleichzeitig große Herausforderungen für die heimische Versorgungssicherheit, sagte EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz. Nun müssten andere Kraftwerke in Niederösterreich einspringen.

 

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Der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei "ein richtiger und wichtiger Schritt", erinnerte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) daran, dass die "Stromerzeugung durch Kohle die CO2-schädlichste Erzeugungsform ist".

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Dürnrohr soll auch ohne Kohle ein "zentraler Energieknoten" bleiben. Die EVN nützt der Aussendung zufolge 500.000 Tonnen Haus-und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll werde Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden vom Standort aus mit Energie versorgt.

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Künftig soll in Dürnrohr zudem der niederösterreichische Klärschlamm zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden, so die EVN. Zusätzlich werde die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage vorbereitet. Bei diesen Projekten könnten Mitarbeiter am Standort neue berufliche Herausforderungen finden. Die EVN hat angekündigt, "in nächster Zeit" mehr als 20 Mio. Euro in Dürnrohr investieren zu wollen.

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