FPÖ, Grüne und Neos wollen OMV „umbauen“

Die Parteien fordern einen schrittweisen Ausstieg der OMV aus dem Geschäft mit fossiler Energie bis 2040. Konzernchef Rainer Seele lehnt solche „Extremszenarien“ ab und setzt stattdessen auf den Ausbau der Petrochemie.

Das Geschäftsmodell der OMV kommt zusehends unter Druck.
Das Geschäftsmodell der OMV kommt zusehends unter Druck.
Das Geschäftsmodell der OMV kommt zusehends unter Druck. – APA/HANS KLAUS TECHT

Wien. Wahlkampf 2019 heißt auch Kampf um die vorderen Plätze in Sachen Klimaschutz. Das bekommen langsam aber sicher auch die heimischen Unternehmen zu spüren. So kommt etwa das Geschäftsmodell der OMV zusehends unter Druck. Der teilstaatliche Energiekonzern ist nicht nur Österreichs zweitgrößter CO2-Emittent nach der Voestalpine. Er verdient sein Geld zudem im globalen Öl- und Gasgeschäft – einer Branche, die viele Umweltschützer lieber heute als morgen abschaffen würden.

Kurz vor den Wahlen bekommen sie nun prominente Unterstützung aus der Politik. FPÖ, Grüne, Neos und Jetzt stehen hinter einem „grundlegenden Umbau der OMV hin zu hundert Prozent erneuerbarer Energie bis 2040“, so das Ergebnis einer Greenpeace-Umfrage bei den Parteien, die der „Presse“ vorliegt. Damit stehen die Chancen nicht schlecht, dass nach der Wahl zumindest eine Partei in der Regierung sein wird, die auch „entsprechende Entsendungen in den Aufsichtsrat“ vornehmen würde, „um auf die anderen Kernaktionäre und den Vorstand einzuwirken, das Unternehmen klimafreundlich auszurichten.“ Lediglich die ehemaligen Großparteien ÖVP und SPÖ lehnen einen derartigen Kurswechsel bei der OMV ab.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.08.2019)

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