Ewald Nowotny: „Sparen ist auch ohne Zinsen sinnvoll“

Die Zinsen bleiben unten, aber Sparbuch und Bargeld werde es weiter geben, sagt Ewald Nowotny, der nach elf Jahren als Chef der Notenbank abtritt. Ein Abschiedsgespräch.

Nach elf Jahren ist Schluss: Gouverneur Ewald Nowotny kehrt an die Wiener WU zurück. Als OeNB-Chef folgt Robert Holzmann.
Nach elf Jahren ist Schluss: Gouverneur Ewald Nowotny kehrt an die Wiener WU zurück. Als OeNB-Chef folgt Robert Holzmann.
Nach elf Jahren ist Schluss: Gouverneur Ewald Nowotny kehrt an die Wiener WU zurück. Als OeNB-Chef folgt Robert Holzmann. – (c) Clemens Fabry

Die Presse: Sollen wir Bargeld in der Verfassung verankern?

Ewald Nowotny: Es nutzt nichts, aber es schadet auch nicht. Aus ökonomischer Sicht ist es irrelevant. Aus der juristischen Perspektive ist es sogar problematisch, die Verfassung mit solchen irrelevanten Dingen aufzuladen. Die Nationalbank hat eine völlig klare Position: Bargeld ist wichtig. Wir sind verpflichtet und auch bereit, das Bargeld, das die Bevölkerung wünscht, jederzeit zur Verfügung zu stellen. Dass es Änderungen in der Nutzung gibt, kommt vom Markt, von den Menschen.

Ist die Angst vor der Bargeldabschaffung reine Hysterie?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2019)

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