Bei Continental stehen neun Werke auf dem Prüfstand

Der kriselnde Autozulieferer praktiziert in seinen Fabriken bereits Kurzarbeit.

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Themenbild: Continental – Reuters

Hannover. Der kriselnde deutsche Autozulieferer Continental überprüft im Zuge seiner Sparanstrengungen auch einzelne Werke. „Wir schauen überall auf die Wettbewerbsfähigkeit, deutsche Standorte sparen wir dabei nicht aus“, sagte der Konzernchef, Elmar Degenhart. „Derzeit liefen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern“, so Degenhart. In den kommenden Wochen sollen dann erste Entscheidungen fallen. Medienberichten zufolge stehen beim DAX-Konzern neun seiner weltweit 32 Werke in der Antriebssparte auf dem Prüfstand.

Ob es im Rahmen der Sparbemühungen zu Stellenstreichungen kommt, steht laut Degenhart noch nicht fest. Der erste Schritt sei Kurzarbeit, die werde schon in einigen Werken praktiziert.

Continental hat Anfang August ein Programm angekündigt, um angesichts der grassierenden Flaute die Finanzkraft dauerhaft zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Geschäftsziele hat der Reifen- und Elektronikzulieferer bereits Ende Juli nach einem Gewinneinbruch gekappt und dies mit der weltweit sinkenden Fahrzeugproduktion und Unsicherheiten durch den Handelsstreit zwischen den USA und China begründet.

Zudem treibt Degenhart einen Börsengang der Antriebssparte weiter voran. „Wir streben 2020 die Börse an, mit Vitesco Technologies, wie unsere Antriebstechnik künftig heißt. Entweder in Form eines Teilbörsengangs oder als Spin-off“, sagte der Manager. Es gebe keinen Grund, die Vorbereitungen für den Börsengang der Teilsparte zu bremsen. (Reuters)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2019)

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