Elf Milliarden an Steuergeld für Bankenrettung

Seit der Finanzkrise 2008 hat die Republik rund elf Milliarden Euro ausgegeben, um Österreichs Bankenbranche zu unterstützen. Das ist zwar weniger als ursprünglich erwartet, liegt aber deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Die Bad Bank der Hypo Alpe Adria trieb Österreichs Schuldenstand nach oben.
Die Bad Bank der Hypo Alpe Adria trieb Österreichs Schuldenstand nach oben.
Die Bad Bank der Hypo Alpe Adria trieb Österreichs Schuldenstand nach oben. – (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

Wien. Zwei Mal hätte man die „größte Steuerreform aller Zeiten“ durchführen, mehr als ein Jahr lang den gesamten Arbeitsmarkt oder zehn Jahre lang das Umweltministerium durchfinanzieren können. Die Rettung der österreichischen Banken hat die Republik seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 zwischen zehn und elf Milliarden Euro gekostet, geht aus den neuesten Zahlen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) hervor.

Damit liegt Österreich zwar hinter Spitzenreitern wie Zypern, Griechenland oder Irland, hat aber im Vergleich zu den übrigen Euro-Staaten eines der teuersten Banken-Rettungspakete aufgelegt. Während sich die Maßnahmen im Euroraum von 2008 bis Ende 2018 im Durchschnitt mit knapp zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf das Maastricht-Budgetdefizit ausgewirkt haben, waren es in Österreich 3,7 Prozent.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2019)

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