Industrie: Neuer Vorstand für Austria Email

Unternehmensberater Martin Hagleitner wechselt in die Industrie und wird Vorstand der börsenotierten Austria Email AG. Hagleitner war zuvor für Booz Allen Hamilton und das Malik Management Zentrum St. Gallen tätig.

(c) Michaela Bruckberger

wien (kor.). Er startete seine Karriere als Rechtsanwalt in internationalen Wirtschaftskanzleien, ehe er in die Branche der Unternehmensberater wechselte: Martin Hagleitner war jahrelang als „Top Management Consultant“ für Booz Allen Hamilton in London, München und Wien tätig, dort begleitete er namhafte Unternehmen bei der strategischen Neuausrichtung. 2004 wechselte er zum Malik Management Zentrum St. Gallen, wo er die Geschäftsführung für Österreich/CEE übernahm. Jetzt übernimmt Hagleitner erstmals den Chefsessel eines Industrieunternehmens: Der 44-Jährige wird Vorstand der börsenotierten Austria Email AG.

Das heurige Jahr ist also ein äußerst bewegtes für den Warmwasserspeicherhersteller Austria Email: Im April verkaufte die börsenotierte Beteiligungsgesellschaft Unternehmens Invest AG (UIAG) ihren Hälfteanteil an dem Unternehmen um 21 Mio. Euro. Jetzt gehört Austria Email mehrheitlich der von Ex-UIAG-Vorstand Kurt Stiassny gegründeten Private-Equity-Gesellschaft Buy Out Central Europe. Diese hat mit Austria Email offenbar viel vor: Jedenfalls soll Hagleitner, wie es heißt, mit neuen Ideen neue Märkte in Zentraleuropa erschließen.

Dabei geht es vor allem um Wachstumschancen im alternativen Energiebereich. Schon im letzten Geschäftsjahr, 2008/2009, konnte Austria Email trotz Wirtschaftskrise deshalb wachsen, weil die Marktstellung bei alternativen Energieträgern (vor allem Solarwärmespeicher) ausgebaut wurde. Dadurch stieg der Umsatz von 64,4 auf 65,2 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich von 4,2 auf 4,6 Mio. Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2010)

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