Post macht sich mit Feibra selbst Konkurrenz

Post-Chef verspricht kürzere Wartezeiten in den Postämtern. Die Post-Tochter Feibra wird sich um eine Lizenz für das Briefgeschäft bemühen.

Post macht sich Feibra
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Wien/Höll Seit Jahreswechsel ist das Postmonopol endgültig Geschichte, doch der Wettbewerb im Briefbereich bleibt aus. Laut Angaben der Post-Control-Kommission hat neben der Österreichischen Post bislang nur ein Vorarlberger Unternehmen eine Lizenz für die Zustellung von Briefsendungen bis 50 Gramm erhalten. Doch die neue Konzession ist auf fünf Vorarlberger Gemeinden beschränkt.Der Chef der Österreichischen Post, Georg Pölzl, erwartet nicht, dass sich ausländische Rivalen für den heimischen Briefmarkt interessieren. „Österreich ist ein schwieriger Markt“, so Pölzl im Klub der Wirtschaftspublizisten. Doch nun macht sich die Post selbst Konkurrenz. Laut Pölzl werde sich die Post-Tochter Feibra um eine Lizenz für das Briefgeschäft bemühen.

Feibra ist bislang auf die Zustellung von Werbemitteln spezialisiert und soll künftig auch in Ballungsräumen Geschäftsbriefe zu günstigeren Tarifen austragen. Während bei der Post die meisten Mitarbeiter Beamte oder Angestellte sind, beschäftigt Feibra vor allem freie Dienstnehmer. Derzeit hat die Post 20.000 Mitarbeiter, davon sollen jährlich 800 bis 900 abgebaut werden.
In den Postämtern verspricht Pölzl kürzere Wartezeiten. Ein attraktiveres Warenangebot wie eine günstige CD von Hansi Hinterseer soll das Schlange stehen erträglicher machen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13. April 2011)

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