Bahn: Partner für „Westbahn“?

Das private Bahnunternehmen „Westbahn“ des Industriellen Hans-Peter Haselsteiner und des ehemaligen ÖBB-Vorstands Stefan Wehinger will Frankreichs SNCF als Partner. Die EU-Kommission gibt dafür grünes Licht.

Symbolbild
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(c) AP (MICHAEL PROBST)

Wien/APA/Kor. In rund fünf Monaten bekommen die staatlichen ÖBB einen privaten Konkurrenten: Dann will die „Westbahn“ des Industriellen Hans-Peter Haselsteiner und des Ex-ÖBB-Vorstands Stefan Wehinger starten. Mehrmals täglich soll dann die Strecke Wien–Salzburg gefahren werden.
Seit einigen Monaten wird versucht, einen ausländischen, kapitalkräftigen Partner mit ins Boot zu nehmen – wohl auch, um politische Willkür gegen das vergleichsweise kleine private Unternehmen zu unterbinden. Verhandelt wird mit dem französischen Eisenbahnunternehmen SNCF, das – so der Plan – 26 Prozent der Anteile an der „Westbahn“ übernehmen soll. SNCF bietet Passagier- und Gütertransporte auf der Schiene in Frankreich und anderen EU-Ländern an.
Die Verhandlungen zwischen den Österreichern und den Franzosen sind noch im Gange, nun konnte aber eine wichtige rechtliche Hürde genommen werden: Die EU-Kommission hat ihr Okay für ein Joint Venture zwischen „Westbahn“ und SNCF für die Strecke Wien–Salzburg gegeben. Die Prüfung nach den EU-Vorschriften erfolgte unter dem vereinfachten Verfahren, also ohne Bedenken.
Die Vertragsverhandlungen mit SNCF seien schon „sehr weit fortgeschritten“, erklärte ein „Westbahn“-Sprecher der „Presse“. Dem Vernehmen nach könnte es bereits in wenigen Wochen zu einem Abschluss kommen.

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