Schlosshotel Velden an Wlaschek verkauft

Die Kärntner Hypo Alpe Adria Bank hat einen Käufer für das Schlosshotel Velden gefunden. Der Vertrag wurde bereits unterzeichnet.

SCHLOSSHOTEL VELDEN
SCHLOSSHOTEL VELDEN
SCHLOSSHOTEL VELDEN – (c) APA (Guenter Jagoutz / Pr)

Die Kärntner Hypo Alpe Adria Bank hat für das Schlosshotel Velden einen Käufer gefunden. Am Freitag wurde der Vertrag mit der Amisola Immobilien AG in Wien unterzeichnet, wie die Bank bekanntgab. Die Gesellschaft gehört dem Milliardär Karl Wlaschek. Der Verkauf an den italienischen Investor Ugo Barchiesi, der im Frühjahr einen Kaufvertrag unterzeichnet hatte, ist nach Ansicht der Bank hinfällig, weil Barchiesi vertragsbrüchig geworden sei. Die Anzahlung des Italieners verfällt.

Der Vertrag umfasst den gesamten Hotelkomplex samt dem Restaurant Seespitz und 21 Luxusappartements. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Hypo ließ lediglich verlauten, man sei mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden. Da das Schlosshotel bereits zur Gänze abgeschrieben worden ist, macht die Bank buchhalterisch mit der Veräußerung sogar Gewinn.

Neuer Betreiber

Das Schlosshotel erhält aber nicht nur einen neuen Eigentümer, sondern auch einen neuen Betreiber. Der Vertrag mit der Capella-Gruppe läuft aus, ab 1. September wird die Falkensteiner Michaeler Tourism Group das Hotel führen. "Damit erhält das Schlosshotel einen nachhaltigen Investor mit exzellenter Marktkenntnis und Expertise", sagte Hypo-Vorstandschef Gottwald Kranebitter.

Falkensteiner-Chef Othmar Michaeler bezeichnete den Deal als "Meilenstein" für die Falkensteiner Hotels & Residences.

Abgeschlossen ist die Causa für die Hypo damit aber noch lange nicht. Zum einen fehlt noch das Closing und die Überweisung des Kaufpreises, ein Termin dafür ist vorerst nicht bekannt. Zum anderen geht man davon aus, dass Barchiesi, der stets behauptet hat, den Vertrag mit der Hypo nicht gebrochen zu haben, den Rechtsweg beschreiten wird, um wenigstens die Anzahlung in Millionenhöhe zurückzuerhalten. Aus Sicht der Bank ist die Sachlage eindeutig. Das Angeld sei wegen Vertragsbruchs verfallen und werde einbehalten.

(APA)

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