Anteile: Wenige Branchenhelden

Den Seilbahnmarkt teilen sich zwei große Spieler auf: Marktführer Doppelmayr und die Leitner Gruppe.

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(c) APA/Barbara Gindl (Barbara Gindl)

Wien. Gab es in den 1950er-Jahren noch rund 75 Seilbahnhersteller weltweit, die vor allem auf lokale Märkte konzentriert waren, hat sich deren Zahl in der Zwischenzeit stark dezimiert.

Anfang des Jahrtausends setzte der Konsolidierungsprozess in der Branche ein: Die Südtiroler Leitner Gruppe übernahm den französischen Hersteller Poma. Beinahe zeitgleich fusionierte Doppelmayr (bis dahin mit 40 Prozent Marktanteil bereits Marktführer) mit dem Schweizer Konkurrenten Garaventa, der dem neuen Unternehmen rund 140 Mio. Euro Umsatz brachte. Die Eigner von Garaventa hielten zunächst ein Drittel der neuen Holding, die sie später an die Doppelmayr-Eigentümer verkauften – seither ist das Unternehmen wieder zu 100 Prozent in österreichischer Hand. Neben Doppelmayr blieb Garaventa als eigene Marke erhalten – das Unternehmen unterhält praktisch zwei Kompetenzzentren: Die sogenannten Umlaufbahnen werden in Wolfurt gebaut, am Schweizer Standort die „Pendelbahnen“, die aus zwei Tragseilen und einem Zugseil bestehen.

 

Marktvolumen beträgt 1 Mrd. Euro

Auch die Leitner Gruppe, die zuletzt 795 Mio. Euro Umsatz kolportiert hat, unterhält im Seilbahnbereich weiterhin die Marken Leitner und Poma. Doppelmayr/Garaventa ist mit einem Anteil von knapp 60Prozent Weltmarktführer, die Leitner Gruppe hält etwa 40 Prozent des Weltmarktes. Leitner erzielt einen wichtigen Teil seines Umsatzs mit anderen Produkten wie etwa Pistenfahrzeugen und Windkraftanlagen.

Darüber hinaus gibt es einige kleine Hersteller, darunter die Firma Bartholet in der Schweiz, Steurer in Vorarlberg und Loipolder in Deutschland. Der Weltmarkt beläuft sich Schätzungen zufolge auf 800 Mio. bis zu einer Mrd. Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2012)

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