OPEC-Pläne drücken auf den Ölpreis

Eine Fördererhöhung durch das Ölkartell OPEC und andere große Produzenten scheint konkretere Formen anzunehmen.

Die Ölpreise sind am Mittwoch moderat gefallen. Am Markt wurde auf Spekulationen über eine bevorstehende Förderanhebung durch große Produzenten verwiesen. In der Früh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 75,68 US-Dollar (64,20 Euro). Das waren 20 Cent weniger als am Dienstag.

Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung fiel um 31 Cent auf 66,05 Dollar.

Eine Fördererhöhung durch das Ölkartell OPEC und andere große Produzenten scheint konkretere Formen anzunehmen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Mittwoch mit Bezug auf eine informierte Person, Russland wolle eine Rückkehr zum Produktionsniveau vom Oktober 2016 vorschlagen. Das würde bedeuten, dass der Großteil der seit Anfang 2017 geltenden Förderkürzungen wegfallen würde.

Konkret gehe es um eine Anhebung der Tagesförderung um 1,8 Millionen Barrel, die auf die beteiligten Länder aufgeteilt werden soll. Dies würde bedeuten, dass die tatsächliche Förderanhebung etwas geringer ausfallen könnte, falls einzelne Länder ihre Produktion nicht anheben können oder wollen. Bisher haben Irak, Iran und Venezuela Widerstand gegen eine höhere Produktion signalisiert.

Das Ölkartell OPEC wird sich in der kommenden Woche in Wien treffen, um über die Angelegenheit zu beraten.

 

(APA/dpa-AFX)

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