E-Autos auf dem nächsten Energielevel

Elektroautos haben bei der Energiebilanz entscheidende Vorteile gegenüber dem Verbrennungsmotor. Die eigene Photovoltaikanlage sorgt für die smarte Energieversorgung - eine Investition in die Zukunft.

©EVN

Der Verkehrssektor hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Energieverbraucher in Österreich entwickelt. Er ist seit dem Jahr 1990 um über 80 Prozent gestiegen und trägt zu gut einem Drittel am Gesamtenergiebedarf hierzulande bei. Bei der Diskussion über E-Autos stehen vor allem die CO2-Emissionen im Vordergrund. Aber wie sieht es bei den Themen Energieeffizienz und -erzeugung aus? Auch hier befinden sich Elektroautos im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren auf einem komplett anderen Level.

Energielevel 1 – Die Effizienz eines E-Autos

Jeder Fahrer kennt wohl den Treibstoffverbrauch des eigenen Autos. Aber wie steht es um den Energieverbrauch? Sowohl Benzin als auch Diesel haben eine Energiedichte von etwa 10 Kilowattstunden (kWh) pro Liter. Nehmen wir Österreichs meistverkauftes Auto als Rechenbeispiel, den VW Golf. Laut Hersteller-Angaben verbrennt der 115 PS starke Diesel 4,2 Liter je 100 Kilometer – und kommt somit auf einen Energiebedarf von 42 kWh. Für die Elektroversion des Golf mit 150 PS werden lediglich 14 kWh ausgewiesen.

Grundsätzlich gilt: Der Wirkungsgrad eines herkömmlichen Verbrennungsmotors – sei es Benziner oder Diesel – liegt bei etwa 30 Prozent, der eines modernen E-Motors bei satten 90 Prozent. Durch einen Umstieg von fossil auf elektrisch betriebene Fahrzeuge kann also der Gesamtenergieverbrauch gesenkt werden.

Energielevel 2 – Die Leistungsdichte der Akkus

Eine komplett emissionsfreie und ressourcenschonende Mobilität können auch Elektroautos nicht leisten. Aber auch wenn die so genannte „graue Energie“, die in der Produktionskette anfällt, vor allem bei den Akkus relativ hoch ist: Laut Umweltbundesamt liegt der Energieaufwand bei E-Autos über den gesamten Lebenszyklus bei einem Drittel bis zu einem Viertel im Vergleich zu fossil betriebenen Fahrzeugen. Das IFEU in Heidelberg (Institut für Energie- und Umweltforschung) rechnet damit, dass die Emissionen und der Energieaufwand bei der Batterieproduktion bis 2030 auf ein Drittel des heutigen Wertes sinken werden. Die Akkus selbst befinden sich bei der Leistungsdichte – und somit auch der Reichweite – bereits auf einem anderen Level: Startete beispielsweise der BMW i3 im Jahr 2013 mit einen Akku mit 60 Amperestunden, sind es aktuell bereits 120 Amperestunden. 

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Energielevel 3 – Autark bei der Stromerzeugung

Der Beitrag von E-Autos zur Reduktion von Emissionen ist stark davon abhängig, mit welchen Energieträgern der Strom produziert wurde. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage ist man autark bei der Energieerzeugung, es kann mit „hauseigenem“ Sonnenstrom gefahren werden. Bereits eine etwa 15 Quadratmeter große Photovoltaikanlage deckt den Strombedarf eines E-Autos ab. Eine Alternative dazu ist der Bezug von Ökostrom. Nur so ist es möglich, mit dem E-Auto emissionsfrei unterwegs zu sein.

Energielevel 4 – Die smarte Energieversorgung

Bei der Photovoltaikanlage sorgt ein Optimierungsassistent dafür, dass der erzeugte Sonnenstrom bestmöglich genutzt wird. So ermöglicht „Joulie“, das Photovoltaik-Komplettsystem der EVN, das Zusammenspiel zwischen Photovoltaik-Erzeugung, Batteriespeicher, Ladestation für das E-Auto sowie anderen Verbrauchern wie Wärmepumpe zu optimieren. Dieses zukunftssichere Gesamtsystem ist modular aufgebaut.

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Energielevel 5 – Der Haushalt der Zukunft

Die Stromerzeugung aus großen Wind- und Sonnenkraftanlagen ist durch unterschiedliche Wetterbedingungen volatil, es kommt zu Spitzen und Überschüssen. Die Einbindung von erneuerbaren Energien in das Netz ist daher nicht einfach. „Joulie“ ist eine wesentliche Technologie für die Energiezukunft Österreichs. Sie ermöglicht es, Lasten zu verschieben und so die Netzstabilität zu sichern. Der Haushalt der Zukunft wird dadurch verstärkt in die Marktsituation eingebunden.

Zwei Beispiele dafür:

  • Das intelligente Energiemanagement-System wird nach einer Rückfrage beim Besitzer das E-Auto erst nach 20 Uhr – nach der Verbrauchsspitze – zu laden beginnen.
  • Im Winter sind vor allem die Nächte recht windig, Windkraft ist daher zu dieser Zeit recht günstig. Mit dem Stromüberschuss könnten Batteriespeicher aufgeladen werden.

 


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