EZB: Debatte über Negativzinsen

Laut Insindern erwägt die Zentralbank erstmals in ihrer Geschichte negative Zinsen für Banken, die ihr Geld bei der EZB parken.

ECB President Mario Draghi addresses the monthly ECB news conference in Frankfurt
ECB President Mario Draghi addresses the monthly ECB news conference in Frankfurt
EZB-Chef Mario Draghi – REUTERS

Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erstmals in ihrer Geschichte ernsthaft einen negativen Zins. Wie Bloomberg unter Berufung auf zwei mit den Debatten der Notenbank vertrauten Personen am Mittwoch berichtete, könnte der unter dem Leitzins liegende sogenannte Einlagesatz auf -0,1 Prozent von derzeit 0,0 Prozent gekappt werden.

Dies käme einem Strafzins für die Banken gleich, die Geld bei der EZB parken anstatt Kredite zu vergeben. Die EZB hatte Anfang November ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Bei der EZB in Frankfurt war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu dem Bericht zu erreichen.

Der EZB-Rat entscheidet Anfang Dezember das nächste Mal über die Zinsen. EZB-Chef Mario Draghi hatte kürzlich erklärt, die Zentralbank sei technisch bereit für negative Zinsen. Kritiker fürchten, unerwünschte Nebenwirkungen eines solchen Schritts.

(APA/Reuters)

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