Umfrage: Nur jeder zweite Österreicher vertraut dem Euro

2010 glaubten noch 70 Prozent an den Euro. Eine Umfrage zeigt, dass in den vergangenen Jahren das Vertrauen erschüttert wurde.

People walk past a pizza shop with a euro sign which was crossed out in central Madrid
People walk past a pizza shop with a euro sign which was crossed out in central Madrid
REUTERS

Vor vier Jahren vertrauten noch 70 Prozent der Österreicher dem Euro. Doch 2011 und 2012 - auf dem Höhepunkt der Eurokrise - brachen die Werte massiv ein. Im vergangenen Jahr hat sich das Vertrauen stabilisiert - allerdings auf niedrigem Niveau: 49 Prozent der 598 Befragten sagten, dass sie der Gemeinschaftswährung vertrauen. Das ergab eine Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

"Emotionaler Blitzableiter"

"Der Euro macht Europa 'angreifbar' - sowohl haptisch als auch im Sinne eines emotionalen Blitzableiters", sagt Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik zu der am Montag veröffentlichten Umfrage. Der Euro "bewegt Kritiker und Befürworter gleichermaßen. Letztlich hat er jenes identitätsstiftende Potential, das in der - für viele abstrakten - EU oft vermisst wird."

ÖGfE

Die ÖGfE fragte nach den Vorteilen der EU. 53 Prozent nannten darauf die gemeinsame Währung und den Wegfall des Geldwechsels. Auf der anderen Seite fielen 17 Prozent sofort "Teuerungen durch den Euro" ein. Rund drei Viertel der Umfrage-Teilnehmer sagen, dass der Euro für die "Stellung der EU in der Weltwirtschaft" "sehr wichtig" (40 Prozent) oder "eher wichtig" (37 Prozent) ist und halten die Währung für sicher.

(APA)

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