Trotz Bankenhilfe steigen Spaniens Anleihezinsen

Die Zinsen für zehnjährige spanische Staatsanleihen stiegen auf 6,65 %. Auch der italienische Anleihenmarkt gerät in den Sog der Euro-Krise.

A statue of Christopher Columbus with an extended hand is seen in front of a Spanish flag in central
A statue of Christopher Columbus with an extended hand is seen in front of a Spanish flag in central
(c) REUTERS (Paul Hanna)

Während sich Österreich frisches Geld zu Niedrigzinsen holte, haben sich die spanischen Zinsen für zehnjährige Anleihen trotz zugesagter EU-Bankenhilfe am Dienstag wieder deutlich verteuert. Innerhalb von nur wenigen Stunden stieg die Rendite am Sekundärmarkt von 6,49 Prozent auf nunmehr 6,65 Prozent. Die Renditen nähern sich damit wieder dem Niveau von Herbst 2011 an, als die Schuldenkrise mit dem Übergreifen auf Kernländer wie Frankreich vor der Eskalation stand.

Bankvolkswirte wiesen darauf hin, dass viele Fragen offen seien. Als strittig gilt etwa, welcher der beiden Rettungsschirme - der EFSF oder der ESM - für die Hilfen aufkommen soll. Hiervon hängt ab, inwieweit Inhaber spanischer Staatsanleihen von der Bankenrettung betroffen sind. Zudem erhöhen die Finanzhilfen die Staatsverschuldung Spaniens.

Im Sog Spaniens stiegen auch die italienischen Zinsen und lagen bei 6,12 Prozent. Vor fünf Tagen waren es noch 5,65 Prozent gewesen. Generell verzeichneten die meisten Euro-Länder eine Aufwärtsbewegung. Österreichs Zinsen lagen bei 2,344 Prozent.

(Ag.)

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