Proteste in Spanien: Polizei greift hart durch

In Madrid haben Beamte Gummigeschoße gegen Teilnehmer eines Massenprotests gegen neue Sparvorhaben eingesetzt.

Die spanische Polizei kennt keine Gnade. In der Hauptstadt Madrid haben Beamte Gummigeschoße gegen Teilnehmer eines Massenprotests gegen neue Sparvorhaben eingesetzt. Zudem sind kleinere Gruppen von Demonstranten mit Schlagstöcken auseinandergetrieben worden. Auf den Straßen überall Chaos. Zahlreiche Demonstranten waren auf der Flucht.

Bei der Großdemonstration in Madrid haben hunderttausende Spanier gegen einen neuen Sparkurs der Regierung protestiert. Die Demonstranten hatten sich unter dem Motto "Sie wollen das Land ruinieren, das müssen wir verhindern" im Zentrum der Hauptstadt versammelt. Auch in Barcelona haben Polizisten Demonstranten mit Schlagstöcken verfolgt und etliche Menschen festgenommen. Zudem haben die Beamten unzählige Ausweise kontrolliert.Die großen spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT hatten zu Protesten in mehr als 80 spanischen Städten aufgerufen.

Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte vor einer Woche ein neues Paket angekündigt, mit dem der Haushalt bis Ende 2014 um 65 Milliarden Euro entlastet werden soll. Unter anderem sollen die Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent angehoben und die Arbeitslosenhilfe gekürzt werden. Spanien hatte am 25. Juni offiziell Hilfe aus dem Euro-Hilfsfonds EFSF für seine Banken beantragt.

 

 

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