VW testet neues Produktionssystem mit dem Golf 7

Der Golf 7 wird als erstes Auto der Marke VW mit dem neuen "Modularen Querbaukasten" gebaut. VW präsentiert Details zum neuen Golf.

Symbolbild Golf 7
Symbolbild Golf 7
Symbolbild Golf 7 – (c) AP (KAI-UWE KNOTH)

Der Wolfsburger Autobauer VW gibt kurz vor der Premiere des Golf 7 erste Details zum Auto bekannt. Tatsächlich vorgestellt wird das neue Modell der Weltpresse dann am 4. September in der Berliner Neuen Nationalgalerie.

Der Golf 7 wird als erstes Auto der Marke VW mit dem Produktionssystem "Modularer Querbaukasten" gebaut. Das sei "eine Wette mit hohem Einsatz", sagt der Analyst Christoph Stümer vom Institut IHS Automotive gegenüber der "Financial Times Deutschland". Denn der Golf ist das wichtigste und meistverkaufte Modell von VW. Sollte es bei der Cashcow VW Golf mit der neuen Produktionstechnik Probleme geben, könnte sich das auf das Image des Autobauers auswirken. Seit kurzem wird der "Modulare Querbaukasten" auch beim neuen A3 der Marke Audi verwendet.

43 Modelle aus einem Baukasten

Mit dem "Modularen Querbaukasten" werden in Zukunft aus standardisierten Komponenten bis zu 43 unterschiedliche Modelle konstruiert. Das betrifft dann fast alle Autos der Marken VW, Audi, Skoda und Seat im Bereich der Klein- bis Mittelklasse.

Das neue Fertigungsverfahren sorgt dafür, dass der ab November lieferbare Golf um 100 Kilogramm weniger als sein Vorgänger wiegt. Dadurch wird der Verbrauch um durchschnittlich 13,9 Prozent - bei einigen Modellen sogar um 23 Prozent - gesenkt werden.

Kein Drei-Liter-Auto

Ein Drei-Liter-Auto wird der neue Golf dennoch nicht. Greenpeace hatte noch am Tag vor der Präsentation der ersten Details gefordert, der Golf 7 möge nicht mehr als drei Liter Sprit für 100 Kilometer Fahrstrecke brauchen. Spritspartechnik dürfe nicht länger Sonderausstattung sein - "erst recht nicht bei einem so wichtigen Massenmodell", forderte der verkehrspolitische Sprecher von Greenpeace, Wolfgang Lohbeck.

Details gab VW auch zum Inneren des neuen Golf bekannt. Das Volumen des Kofferraums legt gegenüber dem Golf 6 um 30 Liter zu. Der Kofferraum umfasst dann 380 Liter. Mehr Beinfreiheit erhalten die hinteren Sitze. Im Cockpit gibt es serienmäßig einen 5-Zoll-Schwarzweiß-Bildschirm mit Touchscreen.

Im Golf 7 wird es auch einen Parkpilot mit 360-Grad-Überwachung, einen dynamischen Lichtassistenten, eine automatische Distanzregelung und weitere Sicherheitsfeatures geben. Alles nur eine Frage des Preises.

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