"Monsanto tötet": Demos gegen Agrarriesen

Der US-Konzern Monsanto ist wegen gentechnisch veränderter Saaten umstritten, am Samstag kam es weltweit zu Protesten.

Demonstrationen gegen Monsanto mehreren
Demonstrationen gegen Monsanto mehreren
Demonstrantin in New York – Reuters (EDUARDO MUNOZ)

Tausende Menschen haben in mehreren Großstädten am Samstag gegen den US-Agrarriesen Monsanto und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) demonstriert. In Paris beteiligten sich mehrere hundert Demonstranten an einem Sit-in am Trocadero-Platz nahe des Eiffelturms. Sie forderten, dass Produkte mit gentechnisch veränderten Organismen generell als solche ausgewiesen werden müssen. In Straßburg gingen bis zu 450 Demonstranten auf die Straße. Auch in Wien versammelten sich mehrere hundert Demonstranten.

Im niederländischen Wageningen, Zentrum der Lebensmittelindustrie, versammelten sich laut den Organisatoren rund 3000 Demonstranten vor dem dortigen Sitz von Monsanto und hielten Schilder hoch mit Aufschriften wie "Monsanto tötet" oder "Rettet die Biodiversität". In Amsterdam protestierten etwa 1200 Menschen. In Berlin und München waren es jeweils etwa 300.

In der EU wurden bis jetzt erst zwei gentechnisch veränderte Organismen zum Anbau zugelassen: die Maissorte MON 810 von Monsanto und die von dem deutschen Konzern BASF entwickelte Amflora-Kartoffel. MON 810 wurde 1998 für zehn Jahre zugelassen, der Antrag auf eine Verlängerung liegt derzeit auf Eis.

Weltweite Demos: Tausende gegen Monsanto und Gentechnik

(APA)

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