Krim-Krise: Börsen in Russland und Europa stürzen ab

Im ATX bekommt vor allem Raiffeisen die Ukraine-Krise zu spüren. Der Rubel stürzte auf ein historisches Tief gegenüber dem Euro.

Russland, St. Petersburg, russische Rubel
Russland, St. Petersburg, russische Rubel
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Investoren weltweit reagierten besorgt auf die drohende militärische Intervention Russlands in der Ukraine. Die Krim-Krise hat die russische Börse am Montag auf Talfahrt geschickt: Der Moskauer Börsenindex MICEX brach um 5,89 Prozent ein, der Index RTS sackte nach Börsenöffnung um 7,08 Prozent in den Keller. Der Rubel stürzte auf ein historisches Tief gegenüber Euro und Dollar. Ein Euro kostete erstmals mehr als 50 Rubel.

Der Kreml hat nach dem Umsturz in Kiew tausende Soldaten auf die ukrainische Halbinsel Krim verlegt. Russlands Präsident Wladimir Putin ließ sich am Wochenende vom Parlament grünes Licht für eine militärische Intervention geben. Das sorgte im Westen für scharfe Kritik und Beunruhigung.

Um die Schockwellen für die Wirtschaft zu bremsen, hob die russische Zentralbank den Leitzins überraschend von 5,5 auf sieben Prozent an. "Die Entscheidung hat das Ziel, Inflationsrisiken und Risiken für die finanzielle Stabilität angesichts der zunehmend volatilen Märkte zu verhindern", teilte die Notenba nk mit, ohne die Ukraine ausdrücklich zu nennen.

Raiffeisen büßt neun Prozent ein

Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im frühen Handel einheitlich mit deutlichen Verlusten tendiert. Auch in Österreich zeigten sich die Auswirkungen der Krim-Krise: Der Wiener Leitindex ATX verlor im frühen Handel mehr als drei Prozent. Besonders stark unter Druck kamen die beiden Bankwerte. Raiffeisen büßten 8,91 Prozent auf 23,00 Euro ein. Die Raiffeisen Bank International ist mit ihrer Ukraine-Tochter Bank Aval selbst in der Region vertreten. Erste Group verloren 3,56 Prozent auf 24,80 Euro. Die Erste-Aktie hatte am Freitag nach Vorlage von Ergebnissen bereits 10,20 Prozent abgegeben.

(APA/AFP)

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