Goldpreis bleibt im Jammertal

Nach der Entspannung auf der Krim verliert das Edelmetall stark an Schwung.

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THEMENBILD: 'GOLD' – APA/ROBERT JAEGER

„Während der heißen Phase der Krim-Krise hatte es ein paar Tage lang so ausgesehen, als ob der Goldpreis aus seinem Jammertal flott nach oben ausbrechen könnte. Aber der Katzenjammer folgte auf dem Fuß: Kaum hatte sich abgezeichnet, dass sich der Krim-Konflikt doch nicht zu einer ganz großen Krise zwischen den Supermächten auswachsen wird, ging es mit Edelmetall auch schon wieder rasant südwärts.

Wer Gold als Rohstoffinvestition zwecks Erzielung kurz- und mittelfristiger Gewinne sieht, hat also weiter wenig Grund, in diesen Markt hineinzugehen. Derzeit sieht es so aus, als würde das Edelmetall in einem relativ engen Preisband rund um die Marke von 1300 Dollar je Feinunze festkleben.

Befürchtungen, dass die Notierung nach dem Durchschlagen der 1300-Dollar-Marke zügig nach unten durchmarschieren und erst in der Region von 1100 oder 1000 Dollar wieder Halt finden könnte, haben sich zwar nicht bewahrheitet. Die Notierung hat knapp vor einer massiven charttechnischen Barriere wieder nach oben gedreht. Allerdings ohne große Dynamik. Freitagnachmittag gab es mehrere mühevolle Anläufe, wenigstens wieder über die 1300 Dollar zu kommen.

Nicht weit von 1300 Dollar entfernt liegt allerdings auch ein massiver Deckel, der den Ausbruch nach oben behindert. Eine nachhaltige Trenddrehung, die auch längerfristige Einstiege wieder interessant macht, wird wohl erst anzunehmen sein, wenn es die Notierung deutlich in die Gegend von 1400 Dollar schafft. Das ist derzeit nicht abzusehen. Mehr als kurzfristiges Wellenreiten ist bei Gold im Augenblick also eher nicht drinnen.

Die Presse

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.04.2014)

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