Rezession in Irland

Das BIP von Irland ist im zweiten Quartal zum zweiten Mal in Folge gesunken. Damit schlittert Irland nach sechs Prozent Wirtschafts-Wachstum im Jahr 2007 in eine Rezession.

AP (Joel Andrews)

Erstmals seit 25 Jahren ist Irland wieder von einer Rezession erfasst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging zwischen April und Juni um 0,8 Prozent zurück und sank damit im zweiten Quartal hintereinander, wie das Amt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent zurückgegangen.

Von einer Rezession wird gesprochen, wenn das BIP in zwei Quartalen hintereinander im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wächst oder zurückgeht. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft Irlands noch um sechs Prozent gewachsen.

Arbeitslosigkeit dürfte Wende verhindern

Die Regierung machte den angeschlagenen Immobilienmarkt und die weltweite Konjunkturabkühlung für die Rezession verantwortlich. Analysten erwarteten keine schnelle Erholung, weil eine steigende Zahl von Arbeitslosen auch die Ausgaben der Konsumenten beschränken dürfte.

In den vergangenen Jahrzehnten hatte sich Irland auch dank EU-Unterstützung vom Armenhaus Europas zu einem Land mit florierender Wirtschaft aufgeschwungen. Zu der Entwicklung zum "Keltischen Tiger" hatten auch Investitionen internationaler Unternehmen beigetragen, die sich wegen günstiger Steuerbedingungen auf der Insel ansiedelten und neue Arbeitsplätze schufen.

(APA)

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