Finanzen: Troubles um Constantia-Eigentümer

Der geplante Verkauf der Bank verzögert sich.

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WIEN (red). Der Constantia Privatbank droht Ungemach: Laut „Presse“-Informationen hat sich der Verkauf der Bank auf Grund der Finanzkrise erheblich verzögert. Dennoch wird alles getan, damit der Eigentümerwechsel noch heuer über die Bühne geht.

Für Christine de Castelbajac, Tochter des Industriellen Herbert Turnauer, häufen sich die schlechten Nachrichten: Laut „Format“ sollen die Haftungen der in Amsterdam domizilierten Constantia Packaging B.V., über die Castelbajac die Anteile an der börsenotierten Constantia-Packaging-Gruppe und an der Privatbank hält, für die Immofinanz-Gruppe höher sein, als bisher angenommen. Insgesamt soll es um 900 Mio. Euro gehen, heißt es. Die Holding soll zunächst mit über 500 Mio. Euro gegenüber der Immofinanz-Tochter Immoeast haften. Dabei soll es um eine Gewährleistung für die ominöse „Immofinanz Beteiligungs AG“ gehen. Diese hat im Vorjahr eine Anleihe begeben, die Immoeast aus Mitteln der Kapitalerhöhung zeichnete. Aus der Anleihe sind – wie die „Presse“ berichtete – noch 520 Mio. Euro aushaftend.

Weiters soll neben Immofinanz-Aktionär Rudolf Fries auch dessen Freund Walter Scherb eine Put-Option besitzen. Damit wäre Constantia Packaging B.V. verpflichtet, Immofinanz-Aktien für 440 Mio. Euro zurückzunehmen. Beim derzeitigen Kurs klafft ein Loch von 320 Mio. Euro. Aus dem Umfeld von Castelbajac wird dies nicht kommentiert.

Wichtig: Die Constantia Packaging B.V. in Amsterdam ist nicht zu verwechseln mit der an der Wiener Börse notierten Gesellschaft Constantia Packaging. Diese hat keine Haftungsverhältnisse gegenüber der Immofinanz-Gruppe.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2008)

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