Studie: Reichtum von Frauen wächst

Die Zahl der Frauen, die ein Vermögen über 30 Mio. Dollar besitzen, ist innerhalb eines Jahres um 16,8 Prozent gestiegen.

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Zürich. Dass die Reichen immer reicher werden, ist nichts Neues. Auch in diesem Jahr hat das eine Studie der Schweizer Bank UBS eindrucksvoll bestätigt. Demnach stieg die Zahl der Superreichen mit einem Vermögen von über 30 Mio. Dollar (24 Mio. Euro) im Zeitraum Juli 2013 bis Juni 2014 um sieben Prozent. Damit besitzen 0,004 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung 13 Prozent des gesamten Vermögens.

Superreiche Frauen sind immer noch deutlich seltener als männliche Vielfachmillionäre: Erstere besitzen ein Vermögen von insgesamt vier Billionen Dollar, während superreiche Männer in Summe 25,7 Billionen Dollar Reichtum angehäuft haben. Knapp die Hälfte dieser Frauen hat ihr Vermögen geerbt, und zwar hauptsächlich von ihren Ehemännern. Bei den Männern sind 13 Prozent reich durch Erbschaft, Männer erben typischerweise Geld von den Eltern.

Der Anteil der Frauen, die durch Erben reich geworden sind, hat in einem Jahr um fünf Prozentpunkte abgenommen (von 53 auf 48 Prozent), während die Zahl der Millionärinnen, die ihr Vermögen selbst verdient haben (meist durch Unternehmertum), auf 34 Prozent gestiegen ist. Die starke Präsenz der Unternehmer und Unternehmerinnen unter den Reichsten zeigt sich auch darin, dass rund 13 Billionen Dollar in privaten Firmen-Holdings geparkt sind.

 

Mehr Geld in Immobilien

Der wachsende Reichtum von Frauen wird sich laut UBS in Zukunft auf das Investitionsverhalten der Superreichen auswirken. Denn Frauen investieren lieber in bleibende Werte wie Immobilien und in Luxusgüter, während Männer mehr Geld in Aktien stecken. Das größte Vermögenswachstum gibt es in Afrika, das schwächste in Südamerika. (es)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.11.2014)

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