Black Friday: Importierter Preiskampf im Internet

In den USA bildet der Freitag nach dem Thanksgiving -Feiertag den Auftakt zur Weihnachts-Shopping-Saison. In Europa gibt es die Rabatte im Internet.

Bloomberg

Das Weihnachtsgeschäft hierzulande startet seit Menschengedenken traditionellerweise am Samstag vor dem ersten Adventsonntag. In den USA bildet der „Black Friday“, der Freitag nach dem Thanksgiving-Feiertag, den Auftakt zur Weihnachts-Shopping-Saison. Jenseits des Atlantiks ist dieser Tag für den Handel der umsatzstärkste Tag des Jahres. Mit Traditionen brechen ist in Europa so eine Sache. Einerseits unternimmt man alles, um die Menschen auch hierzulande am amerikanischen Glücksgefühl teilnehmen zu lassen, andererseits passt es nicht in die Marketingkonzepte des Einzelhandels, den ersten Weihnachtssamstag in den Geschäften auf den Freitag vorzuverlegen. Wie gut, dass es noch das Online-Shopping gibt.

Deshalb findet die aus den USA importierte Rabattschlacht bei uns im Internet statt. Auf der Website Blackfridaysale.at sieht man, welche Online-Shops beim Black Friday 2014 mit dabei sind. Je näher der Start am 27.11.2014 um 19:00 rückt, desto mehr teilnehmende Shops werden es auf der Homepage. Mehr als die Hälfte der hundert führenden Onlineshops im deutschsprachigen Raum nimmt am Black Friday teil. Neben den großen Filialisten wie Media Markt, Douglas, Saturn, Toysrus, Marionnaud, Tally Weijl und Sony sind auch zahlreiche österreichische Unternehmen wie Hervis, XXXLutz oder Dorotheum dabei.

Hohe Erwartungen: Drei Millionen Käufer

Der Technik-Händler Conrad veranstaltet gar eine ganze Black Week. Damit folgt er der Strategie des größten Online-Händlers Amazon. Das Unternehmen bietet in der Cyber-Monday-Woche acht Tage lang mehr als 5500 Schnäppchen an. Damit ist er jedoch auch in die Kritik der Konsumentenschützer geraten. Denn die angepriesenen Ersparnisse beziehen sich auf die UVP (unverbindliche Preisempfehlung) und seien daher "aufgeblasen". 

Das Phänomen ist in Europa noch ziemlich neu. Beim Start im vergangenen Jahr habe es dennoch schon mehr als 1,2 Millionen Besucher binnen 24 Stunden auf der Site gegeben gegeben, sagt Veranstalter Konrad Kreid zur "Welt". Für heuer rechne er mit etwa drei Millionen Käufern. Kreid ist auch zuversichtlich, dass die Server der Belastung standhalten. Zur Premiere 2013 waren zuerst die firmeneigenen Server überfordert.

>> Artikel in der "Welt"

(red. )

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