Glücksspiel: Pech für Bwin.Party

Der Online-Wettenanbieter macht Verluste. Netto gab es einen Verlust von 94,3 Mio. Euro.

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BWin – (c) BWin/ Franco Garzarolli

Wien/Gibraltar. Die Blockade von Online-Glücksspielseiten in Griechenland und Einbußen im Pokergeschäft haben dem börsenotierten österreichisch-britischen Glücksspielkonzern Bwin.Party im Vorjahr hohe Verluste beschert. Netto gab es einen Verlust von 94,3Mio. Euro, nach einen Gewinn von 41,1 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpfte von 652,4Mio. auf 611,9 Mio. Euro.

Obwohl Konzernchef Norbert Teufelberger auch heuer mit scharfem Gegenwind durch neue Wettabgaben und andere indirekte Steuern sowie anhaltendem Druck auf dem europäischen Pokermarkt rechnet, steigt die Dividende für 2014 von 3,60 auf 3,78 Pence. Auch findet heuer kein großes Fußballturnier statt – Sportwetten sind das größte Geschäftssegment von Bwin.Party. In den ersten acht Wochen 2015 lag der durchschnittliche Tagesumsatz wegen geringerer Margen bei Sportwetten und Casinospielen um zwölf Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Das Unternehmen mit Sitz in Gibraltar führt weiter Gespräche mit Konkurrenten über eine mögliche Übernahme oder die Zusammenführung einzelner Geschäftsbereiche, wie in einer Aussendung am Mittwoch bekräftigt wurde. Zuletzt wurde die kanadische Amaya-Gruppe als Kaufinteressentin kolportiert. In London werden der britische Rivale William Hill und die GVC Holding genannt. Den Börsianern gefielen die klaren Ansagen: Die Aktie legte an der Londoner Börse deutlich zu. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2015)

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