Russland kauft Gold - und der Staatsschatz "schrumpft"

Präsident Putin lässt die Reserven in Gold umschichten und hält bereits die sechstgrößten Reserven des Edelmetalls weltweit.

Symbolbild: Goldbarren
Symbolbild: Goldbarren
Symbolbild: Goldbarren – EPA

Der russische Präsident Wladimir Putin ist seit 2007 bestrebt, seinen Staatsschatz vom Westen „zu lösen“. Konkret: Ihn nicht mehr in US-Dollar anzulegen. Daher werden die Reserven umgeschichtet – in Gold. Wie die „Welt“ am Samstag berichtet, dürfte Putins Rechnung aber nicht aufgehen.

Waren es vor acht Jahren nämlich noch 400 Tonnen, wuchs der Bestand an russischem Edelmetall mittlerweile auf 1275 Tonnen an. Damit hält das Land hinter den USA, Deutschland, Italien, Frankreich und China die sechstgrößten Goldreserven weltweit. Allerdings: Der Wert des Edelmetalls ist zuletzt eingebrochen. Der Unzenpreis fiel unter die Marke von 1100 Dollar und war damit so wenig wert wie im März 2010.

Für den russischen Goldschatz bedeutet das laut „Welt“, dass dieser mit 45 Milliarden Dollar nur noch so viel wert ist wie im Herbst 2011. Konkret: „Legt man den aktuellen Unzenpreis zugrunde, hätte der Kreml-Chef gut 15 Milliarden Dollar verplempert“, heißt es in dem Blatt. Der gesamte Staatsschatz ist damit nur noch 358 Milliarden Dollar wert.

Goldman Sachs: Wertverlust könnte weitergehen

Ein Ende des Werteverlusts ist nicht in Sicht. Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet damit, dass Gold bald unter die Marke von 1000 Dollar fallen könnte. „Die Stärke des Dollar wird anhalten und damit schwindet die Bedeutung des Goldes als Ersatzwährung weiter“, wird Goldman-Analyst Jeffrey Curie in der „Welt“ zitiert.

>>> Bericht in der "Welt"

(Red.)

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