Bald 40 Millionen US-Amerikaner unter Armutsgrenze

Im vergangenen Jahr rutschten zusätzliche zwei Millionen US-Bürger unter die Armutsgrenze, unter der nun rund 39,8 Millionen Menschen leben. Jüngst verloren sechs Millionen US-Amerikaner ihren Krankenversicherungsschutz.

(c) AP (George Osodi)

Die Rezession hat im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen US-Bürger zusätzlich unter die Armutsschwelle rutschen lassen. Die Zahl der Armen sei im Verlauf des Jahres 2008 von 37,3 Millionen auf 39,8 Millionen angestiegen, heißt es in dem am Donnerstag vom US-Statistikamt in Washington vorgelegten Jahresbericht zur Armut. Die Armutsquote stieg damit von 12,5 Prozent auf 13,2 Prozent. Es war der erste Anstieg seit fünf Jahren.

Die Armutsquote in den USA habe zuletzt in den Rezessionsperioden 1993 und 1960 auf einem derart hohen Niveau gelegen, sagte der zuständige Abteilungsleiter David Johnson. Das Statistikamt stufte im Jahr 2008 denjenigen als arm ein, dessen Jahreseinkommen unter 11.000 Dollar (etwa 7600 Euro) lag. Für eine vierköpfige Familie lag der Wert bei 22.025 Dollar.

Sechs Millionen verloren Krankenschutz

n den USA haben in jüngster Zeit rund sechs Millionen Menschen ihren Krankenversicherungsschutz verloren. US-Präsident Barack Obama sagte am Donnerstag, die Zahl der nicht krankenversicherten Amerikaner habe einer neuen Statistik zufolge seit dem Beginn der Rezession im vergangenen Jahr beträchtlich zugenommen. Daher sei es wichtiger als je zuvor, das Gesundheitssystem zu reformieren.

Das Thema sei ausreichend debattiert worden, nun sei die Zeit des Redens vorüber, mahnte Obama bei einem Treffen mit Mitgliedern des Verbandes der Krankenpflegerinnen im Weißen Haus. Am Mittwoch hatte er in einer Grundsatzrede im Kongress nachdrücklich für seine Gesundheitsreform geworben.

(Ag. )

Kommentar zu Artikel:

Bald 40 Millionen US-Amerikaner unter Armutsgrenze

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen