Versandhaus Quelle vor dem Ende

Das Überleben des schwer defizitären Versandhandels von Quelle wird immer unwahrscheinlicher. Nun sollen möglicherweise auch andere Geschäftsbereiche von Eigentümer Primondo verkauft werden.

ARCHIV - Das Schaufenster eines Quelle-Einkaufszentrums in Nuernberg ist am 29. Juni 2009 wegen Dek
ARCHIV - Das Schaufenster eines Quelle-Einkaufszentrums in Nuernberg ist am 29. Juni 2009 wegen Dek
(c) AP (Christof Stache)

Das Überleben des insolventen deutschen Versandhauskonzerns Quelle wird einem Zeitungsbericht zufolge immer unwahrscheinlicher. "Wir glauben nicht mehr an einen Gesamtverkauf", zitiert die "Financial Times Deutschland" mehrere Teilnehmer der Übernahmeverhandlungen. Da potenzielle Kaufinteressenten vor dem defizitären Versandhändler zurückschreckten, habe Insolvenzverwalter Jörg Nerlich kürzlich auch Angebote für die anderen Geschäftsbereiche der Versandsparte Primondo zugelassen, zu der Quelle gehört.

Ein Sprecher von Nerlich sagte hingegen, es gebe weiterhin "vier Interessenten im Prozess für den Gesamtverkauf". Hinter der Zukunft des Universalversenders Quelle stehen schon seit dem Insolvenzantrag von Primondo und dessen Mutterkonzern Arcandor im Juni große Fragezeichen. Im September einigte sich Nerlich in mühevollen Verhandlungen mit den Banken, Quelle zumindest bis zum Jahresende weiter zu finanzieren. Quelle gilt als hoch defizitär, für andere Primondo-Töchter, wie die Spezialversender oder den Shopping-TV-Kanal HSE 24, hatten sich dagegen sofort Interessenten gefunden.

(APA)

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