Preisverfall: Deflation in Japan beschleunigt sich

Die Verbraucherpreise sind in Japan im Februar um 1,2 Prozent gesunken. Japan wies damit bereits im zwölften Monat in Folge eine Deflation auf. Der Rückgang im März dürfte noch höher ausfallen.

Preisverfall Deflation Japan beschleunigt
Preisverfall Deflation Japan beschleunigt
(c) Reuters (Kim Kyung-Hoon)

Die japanische Volkswirtschaft befindet sich in einer Deflation, die sich weiter verstärkt. Wie die Regierung am Freitag mitteilte, sank der Preisindex im Februar binnen Jahresfrist um 1,2 Prozent. Die Verbraucherpreise sind damit bereits im zwölften Monat in Folge gesunken, wie die Regierung am Freitag bekanntgab.

Deflation heißt: Die Preise für Waren und Dienstleistungen sinken auf breiter Front, weil die Nachfrage geringer ist als das Angebot. Die bereits für den Großraum Tokio vorliegenden Daten im März mit einem Rückgang um 1,8 Prozent zeigen, dass sich dieser Preistrend eher noch verstärkt.

Eine so lange andauernde Deflation hat es laut "Handelsblatt" in der weltweit zweitgrößten Wirtschaftsnation seit 2003 nicht mehr gegeben. Der Zeitung zufolge hat die japanische Zentralbank erst vergangene Woche auf politischen Druck hin die Geldschleusen weiter geöffnet. Sie leiht dem Finanzmarkt demnach weitere zehn Billionen Yen (rund 81,2 Milliarden Euro) zum festen Zinssatz von nur 0,1 Prozent.

(Ag.)

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