Fleischskandal weitet sich aus

Minderwertiges Fleisch aus Polen gelangte in mindestens 13 Länder. Ob es auch in den handel gekommen ist, ist noch ungeklärt.

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APA/AFP/ADRIEN MORLENT

Brüssel. Die EU-Kommission hat wegen eines Fleischskandals in Polen Ermittlungen eingeleitet. Kontrolleure sollen am Montag nach Polen reisen, um die Situation zu analysieren, berichtete eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Freitag. Die betreffende Fabrik sei mittlerweile geschlossen, das Fleisch werde zurückverfolgt und vom Markt genommen. Mindestens 13 Länder sind von dem Fall betroffen.

Hintergrund ist ein Bericht des polnischen Nachrichtensenders TVN24 über skandalöse Praktiken in einem Schlachthaus in der Woiwodschaft Masowien. Dort sollen kranke Tiere heimlich geschlachtet und das Fleisch anschließend in Umlauf gebracht worden sein. Ein Reporter hatte sich bei der Firma über Monate als Arbeiter eingeschleust.

Die Liste der betroffenen Länder könne sich noch ändern, betonte die Sprecherin. Nach bisherigem Stand sind Deutschland, Frankreich, Spanien, Estland, Finnland, Ungarn, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei, Schweden und Portugal betroffen. Das Ausmaß ist klar.

Ob verdorbenes Fleisch auch in den Handel gelangte, sei bisher nicht bekannt. Tschechien kündigte nun intensive Kontrollen von importiertem Rindfleisch aus Polen an. (APA)


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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.02.2019)

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