Integration von Postbank in Deutsche Bank kostet wohl 2.000 Jobs

Wie das "Handelsblatt" berichtet, soll alleine in der neuen gemeinsamen Zentrale 750 Stellen bis 2020 eingespart werden - rund 15 Prozent.

APA/AFP/DANIEL ROLAND

Wegen der laufenden Integration der deutschen Postbank in die Deutsche Bank fallen beim größten deutschen Finanzkonzern bis 2022 einem Medienbericht zufolge mindestens 1.950 Stellen weg. Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch vorab berichtete, soll alleine in der neuen gemeinsamen Zentrale 750 Stellen bis 2020 eingespart werden - rund 15 Prozent.

Im Bereich Operations - darunter fallen etwa Abwicklungs- und Serviceaufgaben wie Kontoservice, Kreditabwicklung und andere Verwaltungstätigkeiten - sollen bis 2022 rund 1.200 Jobs abgebaut werden. Es ist davon auszugehen, dass es auch in anderen Bereichen, etwa der IT, zu Stellenstreichungen kommt.

Eine Sprecherin der Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr die Postbank rechtlich voll in den Gesamtkonzern integriert. Sie hatte im Herbst 2017 mit den Gewerkschaften einen bis 2021 geltenden Kündigungsschutz vereinbart. Ein Teil des Stellenbaus ist bereits geschafft - etwa durch freiwillige Vereinbarungen.

Die Zusammenlegung der bisherigen Postbank mit dem bisherigen Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank ist ein wichtiger Baustein in der Strategie des seit April 2018 amtierenden Vorstandschef Christian Sewing, der zuvor diesen Bereich bei der Deutschen Bank geleitet hatte. Sewing will die Zahl der Mitarbeiter des Konzerns insgesamt deutlich reduzieren. Ende dieses Jahres sollen nur noch deutlich weniger als 90.000 Menschen weltweit für die Deutsche Bank arbeiten.

 

(APA/DPA)

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