Haben die USA jetzt ihren Diesel-Skandal?

Der Autokonzern Ford prüft aufgrund von Hinweisen von Mitarbeitern den Kraftstoffverbrauch und die Abgastestverfahren.

BRAZIL-AUTO-INDUSTRY-FORD-CLOSURE
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APA/AFP/MIGUEL SCHINCARIOL

Der US-Autobauer Ford prüft mit Hilfe von externen Experten den Kraftstoffverbrauch und die Abgas-Testverfahren bei seinen Fahrzeugen. Grund für die Untersuchung seien Hinweise von Mitarbeitern gewesen, teilte das Unternehmen mit.

Die Angestellten befürchteten, dass sich Fehler in die Berechnungen eingeschlichen haben könnten. Haben die USA nun also ihre eigene Dieselaffäre? Ford schloss eine absichtliche Täuschung der Behörden durch Manipulation von Soft- oder Hardware umgehend aus. Der Autobauer habe eine Kanzlei und ein unabhängiges Labor damit beauftragt, die Kalkulationen und Testverfahren zu untersuchen.

Ford informierte nach eigenen Angaben bereits in dieser Woche die US-Umweltbehörde EPA über die seit Herbst andauernden Untersuchungen. Ob die Überprüfung für den Autobauer negative Folgen haben werde, könne Ford nicht vorhersagen. Die Behörde teilte mit, noch keine Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Der deutsche Konkurrent Volkswagen hatte 2015 zugegeben, Abgaswerte mit einer illegalen Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. VW hat damit die noch heute nicht aufgearbeitete Dieselaffäre losgetreten. Volkswagen bekannte sich in den USA schuldig und akzeptierte eine milliardenschwere Wiedergutmachung an Kunden und Behörden sowie eine Strafzahlung.

(reuters)

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