Gericht: Ostdeutsche sind keine eigene "Rasse"

Eine abgelehnte Bewerberin hatte geklagt, dass sie aufgrund ihrer Herkunft als Ostdeutsche diskriminiert wurde. Das Gericht wies die Klage nun ab: "Ossis" sind kein eigener Volksstamm.

Gericht Ostdeutsche sind keine
Gericht Ostdeutsche sind keine
(c) REUTERS (HEINZ-PETER BADER)

Mehr als 20 Jahre nach der deutschen Wende steht fest: "Ossis" sind kein eigener Volksstamm. Mit dieser Begründung hat das Arbeitsgericht Stuttgart am Donnerstag die Klage einer Frau abgewiesen, die als Ostdeutsche keine Stelle bei einer schwäbischen Firma bekam.

Der Arbeitgeber hatte der 49-Jährigen die Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt und auf dem Lebenslauf notiert: "(-) Ossi". Dieser Vermerk könne zwar als diskriminierend verstanden werden, falle aber nicht unter die gesetzlich verbotene Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft, urteilte das Gericht. Die Firma beteuerte, Grund für die Ablehnung sei allein die mangelnde Qualifikation der Bewerberin gewesen.

(Ag. )

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