Pferdefleisch-Skandal: Händler müssen in Haft

Im europaweiten Skandal um Pferdefleisch in Lasagne wurden nach sechs Jahren zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt.

Reuters

Sechs Jahre nach dem europaweiten Skandal um Pferdefleisch in Lasagne hat ein Pariser Gericht vier Verantwortliche am Dienstag zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zwei Jahre Haft lautet das Urteil für den niederländischen Händler Johannes Fasen, der den Betrug organisiert hatte. Der frühere Chef der französischen Fleischverarbeitungs-Firma Spanghero, Jacques Poujol, muss für sechs Monate in Haft.

Die Männer wurden wegen Verbrauchertäuschung verurteilt. Sie hatten mehr als 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch ausgegeben und es in Deutschland und anderen Ländern auf den Markt gebracht. Der Skandal um Lasagne, Gulasch und andere Fertigprodukte flog 2013 auf.

Das Pariser Strafgericht blieb mit dem Urteil deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte vier Jahre Haft für den Niederländer Fasen und ein Jahr Gefängnis für den Franzosen Poujol verlangt. Zwei weitere Angeklagte kamen mit Bewährungsstrafen davon.

(APA/AFP)

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