Öl ist nun die Waffe der USA

Dank Frackings wurden die USA zum weltgrößten Ölproduzenten. Dadurch reduzierten sie die Abhängigkeit der Welt von Förderländern aus dem Nahen Osten. Als Erstes spürt das der Iran.

Dank Frackings haben die nordamerikanischen Ölfirmen ihre Inlandsproduktion in den vergangenen Monaten rasant ausgebaut (Im Bild: Eine Ölraffinerie in Los Angeles).
Dank Frackings haben die nordamerikanischen Ölfirmen ihre Inlandsproduktion in den vergangenen Monaten rasant ausgebaut (Im Bild: Eine Ölraffinerie in Los Angeles).
Dank Frackings haben die nordamerikanischen Ölfirmen ihre Inlandsproduktion in den vergangenen Monaten rasant ausgebaut (Im – Eine Ölraffinerie in Los Angeles). / Bild: (c) REUTERS (Lucy Nicholson)

Wien. Als der Westen sich 1973 im Jom-Kippur-Krieg hinter Israel stellte, reagierten die Länder des Nahen Ostens mit einer ökonomischen Waffe. Sie drosselten ihre Ölproduktion um fünf Prozent. Das reichte, um den Preis rund 70 Prozent in die Höhe zu treiben und in den Industrieländern für leere Autobahnen und eine Rezession zu sorgen. Wenn es um Öl als Waffe ging, waren die Rollen über Jahrzehnte klar verteilt – die Länder des Nahen Ostens konnten sie nutzen, der Westen war der Leidtragende.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.04.2019)

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