Audrey Tang, eine Hackerin für das Gute

Sie sei konservative Anarchistin, sagt Taiwans Cyberministerin Audrey Tang. Das zeigt sich auch im Amtsverständnis der 38-Jährigen, die für die Politik ihren Job bei Apple hinschmiss.

Die Cyberministerin Taiwans, Audrey Tang, möchte die Digitalisierung dazu nützen, den Staat „radikal transparent“ für die Bürger zu machen.
Die Cyberministerin Taiwans, Audrey Tang, möchte die Digitalisierung dazu nützen, den Staat „radikal transparent“ für die Bürger zu machen.
Die Cyberministerin Taiwans, Audrey Tang, möchte die Digitalisierung dazu nützen, den Staat „radikal transparent“ für die Bürger zu machen. – (c) Ahn Young-joon/ AP/PD

Wien. Taiwan gilt als technisch hoch fortschrittlich. Der Inselstaat mit 23,5 Millionen Einwohnern hat hervorragend ausgebildetes IT-Personal – und er hat auch ein eigenes Digitalministerium. Das haben mittlerweile viele andere Staaten auch, allerdings gibt es kein anderes Land, dessen Cyberminister oder -ministerin eine derart hohe Popularität genießt wie Audrey Tang. Wenn die britische Wochenzeitschrift „Economist“ einen Autor für ein Essay zu dem Thema „How to Fix Democracy“ sucht, fragt sie die 38-Jährige. Für die US-Zeitschrift „Foreign Policy“ zählt Tang überhaupt zu den hundert wichtigsten Denkern dieser Welt.

Doch warum zieht Tang, der ein Intelligenzquotient von 160 bis 180 zugeschrieben wird, so viel Aufmerksamkeit auf sich? Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon ist ihr Verständnis von sich und der Welt, das sich von dem der meisten anderen radikal unterscheidet.

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