Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Starkoch Alfons Schuhbeck

Der deutsche Starkoch wird verdächtigt, fast eine Million Euro an Steuern hinterzogen haben. Diese Woche gab es Hausdurchsuchungen in mehreren Räumlichkeiten.

Alfons Schuhbeck auf auf Deutschlands groeszter 50plus Messe Die 66 in der Neuen Messe Muenchen 20 0
Alfons Schuhbeck auf auf Deutschlands groeszter 50plus Messe Die 66 in der Neuen Messe Muenchen 20 0
Alfons Schuhbeck: Sein Privatvermögen wird auf 15 Millionen Euro geschätzt. – imago images / Future Image

Das Platzl in der Münchner Altstadt ist beliebt und bekannt. Dort, nahe dem Marienplatz, in bester Lage, erstreckt sich Alfons Schuhbecks Reich. Es umfasst neben einer Kochschule, einer Eisdiele und einem mehrstöckigen Gewürzladen die Restaurants Südtiroler Stuben, Schuhbecks Orlando, Orlando Bar und Lounge, Orlando Sportsbar sowie das Fine-Dining-Restaurant Alfons. Am Dienstag wurden die Lokale stundenlang geschlossen. Denn der Starkoch bekam Besuch von den Behörden.

Zum Anlass der Hausdurchsuchungen, die sehr diskret vor sich gingen, wollte die Staatsanwaltschaft aus rechtlichen Gründen zwar nichts sagen. Wie die „Süddeutsche“ berichtet, gibt es aber einen Verdacht der Steuerhinterziehung gegen Schuhbeck. Es soll um eine Summe von bis zu fast einer Million Euro gehen.

Schuhbeck, der als Fernsehkoch bekannt wurde, beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 250 Mitarbeiter. Sein privates Vermögen wird auf 15 Millionen Euro geschätzt.

Schuhbeck will „eng mit Behörden zusammenarbeiten"

Ob sich der Verdacht nach den Hausdurchsuchungen verhärtet hat, ist noch unklar. "Ich werde sehr eng und sehr offen mit den Behörden zusammenarbeiten, um alle Vorwürfe zu entkräften", so Schuhbeck in einer ersten Reaktion. Die Ermittlungen betreffen seinen Angaben zufolge "ausschließlich die Gastronomiebetriebe am Platzl, nicht die sonstigen Unternehmen“. Mehr als ein Dutzend Firmen gehören zum Firmengeflecht: von Schuhbecks Wein-Depot bis zu Schuhbecks Internet.

Wie die „Süddeutsche“ berichtet, wurde Schuhbeck bereits 1994 im Zusammenhang mit dem Verkauf von Kapitalanlagen wegen Untreue und Steuerhinterziehung verurteilt, damals zu einem Jahr auf Bewährung und einer Geldstrafe von 250.000 Mark.

>>> Bericht auf „SZ.de"

(sk)

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