Der reiche Mann und das Weltall

Altruismus, Geltungsdrang – oder nur Business? Beim Rennen ins All haben die Milliardäre übernommen: vom Touristenflug bis zur Mondmission. Ihre Pläne kosten viel, scheitern schnell. Und sind oft politischer, als es scheint.

Elon Musk weiß, wie er die Raumfahrt mit PR-Gags in den Fokus rückt: Im Vorjahr schickte er mit einer Rakete ein Tesla-Cabrio ins Weltall.
Elon Musk weiß, wie er die Raumfahrt mit PR-Gags in den Fokus rückt: Im Vorjahr schickte er mit einer Rakete ein Tesla-Cabrio ins Weltall.
Elon Musk weiß, wie er die Raumfahrt mit PR-Gags in den Fokus rückt: Im Vorjahr schickte er mit einer Rakete ein Tesla-Cabrio ins Weltall. – REUTERS

Wien. Es gibt wenige Fragen, in denen Amazon-Chef Jeff Bezos Amerikas Präsidenten Donald Trump öffentlich so begeistert zugestimmt hat wie in dieser: Dass die US-Regierung die Rückkehr zum Mond von 2028 auf 2024 vorverlegen will, sei die beste Entscheidung. „Es ist Zeit, zum Mond zurückzukehren, diesmal um zu bleiben“, sagte Bezos, als er im Mai den Beitrag seines eigenen Unternehmens Blue Origin für das Unterfangen enthüllte: „Blue Moon“ heißt die Landefähre für die US-Raumfahrtbehörde Nasa, die bis zu vier Mondautos, Gerätschaften, möglicherweise auch Menschen transportieren soll. Noch ist sie nur ein Modell. Aber geht es nach Bezos, kann die Erschließung des Mondes nicht schnell genug gehen. Sonst, betont der reichste Mann der Erde, schlittere dieser Planet langfristig in eine Energiekrise. „Der Grund, wieso wir ins All müssen, ist meiner Meinung nach, um die Erde zu retten“, sagte er im Mai.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.07.2019)

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