Der Ultra-Langstreckenflieger 777X macht Boeing Probleme

Die australische Airline Qantas muss wohl länger als bis 2022 auf das neue Modell 777X warten. Der Nonstop-Flug Sydney-London ist dadurch in der Warteschleife.

Mehrere Bauteile von 777X-Maschinen warten in der Boeing-Fabrik in Everett im US-Bundesstaat Washington auf ihren Einsatz.
Mehrere Bauteile von 777X-Maschinen warten in der Boeing-Fabrik in Everett im US-Bundesstaat Washington auf ihren Einsatz.
Mehrere Bauteile von 777X-Maschinen warten in der Boeing-Fabrik in Everett im US-Bundesstaat Washington auf ihren Einsatz. – REUTERS

Die Serie der Probleme beim weltgrößten Flugzeugbauer Boeing reißt nicht ab. Der US-Konzern hat aufgrund von Schwierigkeiten mit den Triebwerken den geplanten Start der Auslieferungen einer Ultra-Langstreckenversion seines neuen Modells 777X verschoben, wie er in der Nacht zum Donnerstag mitteilte.

Boeing habe das Entwicklungsprogramm für den Flieger überprüft und den Zeitplan angepasst, sagte ein Sprecher des Airbus-Konkurrenten. Damit dürfte es schwierig für Boeing werden, fristgerecht Maschinen des Typs an die australische Fluglinie Qantas zu liefern, damit diese wie geplant 2023 einen 21-stündigen Nonstop-Flug von Sydney nach London anbieten kann. Qantas hatte darauf gehofft, erste Flugzeuge 2022 geliefert zu bekommen. Boeing steht bereits wegen seiner Unglücksmaschine 737 MAX unter Druck.

Wer fliegt zuerst die Prestige-Strecke London-Sydney?

Boeing konkurriert mit Airbus um den Qantas-Auftrag für die 17.000 Kilometer lange Strecke zwischen London und Sydney. Die Airline wolle sich bis Ende des Jahres entscheiden, sagte ein Sprecher. Ein Airbus-Sprecher erklärte, der europäische Konzern stehe mit seinem Modell A350 bereit, um die Bedürfnisse von Qantas zu erfüllen.

Boeing kämpft nach dem Startverbot für die 737 MAX mit Milliarden-Verlusten. Weltweit darf das wichtigste neue Modell von Boeing seit März nicht mehr fliegen, nachdem in Äthiopien und in Indonesien neue Maschinen dieses Typs kurz nach dem Start abgestürzt waren. Dabei kamen 346 Menschen ums Leben. Boeing arbeitet an einem Update der als Unfallursache vermuteten Sicherheitssoftware. Noch ist unsicher, wann die Maschinen wieder abheben dürfen. Das Startverbot hatte Boeing-Kunden in Schwierigkeiten gebracht.

(APA/Reuters)

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