Immobilien-Krise: ''Zombie''-Gebäude bedrohen Spaniens Zukunft

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Die EU-Kommission hat vor kurzem auf ein bisher wenig beachtetes Gefahrenpotenzial hingewiesen, wie "Die Presse" berichtet:

Noch immer sind die spanischen Immobilienpreise um 17 Prozent zu hoch - im Vergleich zu drei Prozent im Schnitt der Eurozone (in Irland ist der Boden übrigens längst erreicht).(c) Reuters (Susana Vera)
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Die Blase ist also noch nicht ganz geplatzt, ein zweiter Knall immer noch möglich.(c) Reuters (Sergio Perez)
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Das "Wall Street Journal" schreibt davon, dass "Zombie"-Gebäude die ökonomische Zukunft Spaniens bedrohen würden.

"Torre Lugano", der höchste Wohnturm Spaniens, sei eines dieser Gebäude.(c) Reuters (Heino Kalis)
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Statt dem versprochenen Luxusturm wurde daraus ein aus Geldnot zusammengepfuschtes Wohnprojekt.

Einige Bewohner verlassen sogar das Gebäude, um aufs Klo zu gehen, weil die Verrohrung schlampig durchgeführt wurde.(c) Reuters (Sergio Perez)
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Zu Boom-Zeiten wurden in Spanien jedes Jahr bis zu 800.000 Wohneinheiten gebaut.(c) Reuters (Andrea Comas)
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Eine Region, die vom Platzen der Immobilienblase besonders betroffen sein wird, ist Valencia.

Die Bauwut an der Küste übertrifft die in allen anderen Regionen Spaniens und hat 2008 12 Prozent der regionalen Wirtschaft ausgemacht - doppelt so viel wie ein Jahrzehnt davor.(c) Reuters (Susana Vera)
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Jetzt stehen 1,6 Millionen Wohnungen leer.

"Die spanischen Immobilienpreise dürften noch weiter fallen", prophezeit daher Tobias Just, Immobilienexperte der Deutschen Bank, laut "Spiegel".(c) AP (Arturo Rodriguez)
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In Spanien gaben die Immobilienpreise "Börse Online" zufolge seit 2008 lediglich um 12,3 Prozent nach.(c) Reuters (Susana Vera)
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Gleichzeitig kletterte die Arbeitslosenrate im September 2010 auf 19,9 Prozent.(c) EPA
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Die Gefahr: Immer mehr Hausbesitzer dürften beim Abzahlen ihrer Hypotheken Probleme bekommen. Die Banken könnten auf ihren Forderungen sitzen bleiben.(c) Reuters (Andrea Comas)
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Ein Beispiel für die aktuelle Situation ist ein Hausprojekt in Valdeluz, 60 Kilometer nordöstlich von Madrid.

Ursprünglich sollten 8500 Wohneinheiten errichtet werden. Tatsächlich wurden aber erst 2000 gebaut.(c) Reuters (Susana Vera)
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Insgesamt sieben Schulen und ein großes Einkaufszentrum waren geplant, doch heute ähnelt Valdeluz einer Geisterstadt.

Nur 1400 Leute haben sich bislang bei den lokalen Behörden registriert.(c) Reuters (Susana Vera)
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