Griechen-Hilfe: Finnland droht mit Rückzug

Der Ministerpräsident droht mit Zurückziehen der Zusagen Helsinkis: "Es ist die Entscheidung des Parlaments". Ein Zwist mit anderen Ländern droht.

Der finnische Ministerpräsident droht den Griechen mit einem Rückzug aus dem Rettungspaket
Der finnische Ministerpräsident droht den Griechen mit einem Rückzug aus dem Rettungspaket
(c) EPA (Christophe Karaba)

Finnland stellt die Rute ins Fenster: Das Land hat mit seinem Rückzug aus dem Griechenland-Rettungspaket gedroht, sollte es keine Sicherheiten für seine Hilfen erhalten. Ministerpräsident Jyrki Katainen sagte auf die Frage, ob Finnland seine Zusagen zurückziehen würde, wenn die Sicherheiten nicht geleistet würden: "Ja. Es ist die Entscheidung des Parlaments, dass wir diese Bedingung für unsere Beteiligung stellen."

Verzögerung der Hilfszahlungen möglich

Finnlands Vereinbarung mit Griechenland über solche Sicherheiten hatte Fragen anderer Euro-Zonen-Staaten ausgelöst, die ähnliches für sich beanspruchen wollten. Finnland könne nicht als einziges Land Sicherheiten bekommen, stellte VP-Finanzministerin Maria Fekter bereits in der Vorwoche fest. Wenn es so etwas für Finnland gebe, müssen das auch Österreich und die anderen Länder wie die Slowakei, Slowenien und die Niederlande erhalten. Bekämen freilich alle Staaten, die  Sicherheiten, würde dies das Hilfspaket „sprengen“, argumentiert Fekter. Die Rating-Agentur Moody's hatte gewarnt, dass dies die Hilfszahlungen für Griechenland verzögern könnte.

Auch der internationale Bankenverband IIF warnte vor zusätzlichen Hürden bei der Auszahlung der Hilfsgelder: "Ein Hindernis wäre, wenn ein oder zwei Länder Sicherheiten von Griechenland bekämen und dann andere Länder das gleiche wollten." Das würde den gesamten Prozess erschweren, sagte Hung Tran, stellvertretender Geschäftsführer des IIF. Derzeit würden die letzten Details des Griechenland-Hilfspakets unter Beteiligung des Privatsektors geregelt.

(APA)

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