Greenspan: Zusammenbruch des Euro naht

Der Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan bringt mit seinen Äußerungen den Euro und die Börsen unter Druck.

Alan Greenspan
Alan Greenspan
(c) EPA (JIM LO SCALZO)

[Washington/Wien/ag.] Der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan erwartet das Ende der Eurozone. "Der Euro bricht auseinander", sagte Greenspan am Dienstag bei einer Tagung in Washington. Das bringe auch die USA in Schwierigkeiten: Die Probleme in der Eurozone könnten die Gewinne von US-Unternehmen belasten. Das derzeitige hohe Niveau an Unsicherheit dämpfe das US-Wirtschaftswachstum.

Die Greenspan-Äußerungen belasteten am Dienstag die europäischen Börsen und auch den Euro. Man müsse hinterfragen, welchen Stellenwert Herr Greenspan noch hat, aber die Reaktion zeige, wie nervös die Märkte derzeit sind, meinte ein Devisenhändler in Frankfurt. "Auch, wenn Greenspan seit 2006 nicht mehr im Amt ist, hören wohl noch immer einige auf ihn", sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin der deutschen Commerzbank.

Dass am Dienstag im späten Handel einmal mehr ein Teil der Gewinne dahinschmolz, führten Börsianer unter anderem auf Aussagen des mittlerweile 85-jährigen ehemaligen Fed-Chefs zurück.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2011)

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