Weltgrößter Broker spielt Ende der Eurozone durch

Der weltgrößte Devisen- und Staatsanleihen-Händler ICAP simulierte mit seinem Handelssystem ein Ende des Euro in Griechenland.

Drachme
Drachme
Drachme – (c) APA/ROLAND SCHLAGER (Roland Schlager)

Der weltgrößte Devisen- und Staatsanleihen-Händler ICAP hat seine elektronischen Systeme den Zusammenbruch der Eurozone und die Wiederbelebung nationaler Währung durchspielen lassen.

Angesichts wachsender Sorgen über ein Ende der Währungsunion sei über die weltgrößte Devisenhandels-Plattform EBS die Wiedereinführung der griechisches Drachme durchgerechnet worden, sagte ein ICAP-Sprecher am Montag in London. "Wir haben für den möglichen Fall die griechische Drachme im Vergleich zum Euro und dem US-Dollar getestet", sagte der Sprecher. "Denn unsere Kunden sind besorgt darüber, wie es mit dem Euro ausgehen wird - und wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein."

Sowohl die Drachme als auch jede andere Währung könne gehandelt werden, falls es zu einem Austritt aus der Eurozone kommen sollte, betonte das in London ansässige Brokerhaus. "Wir haben diese Szenarien sechs Monate getestet", sagte der Sprecher.

 

(APA)

Kommentar zu Artikel:

Weltgrößter Broker spielt Ende der Eurozone durch

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen